Infonachmittage für Senioren zum Thema Rufbus

Rufbus Infonachmittag in Regen. Foto: (c) Schlüter

Regen – Bischofsmais – Seit  Jahresanfang sind weitere Rufbuslinien im Landkreis Regen eingerichtet. Den Bürgern erschließen sich damit immer bessere Möglichkeiten, den ÖPNV zu nutzen.

Insbesondere Senioren und Jugendliche profitieren von dem zusätzlichen Angebot. Um das Rufbussystem den Senioren näher zu bringen, fanden in Bischofsmais und in Regen Informationsnachmittage statt. Kreisrätin und Seniorenbeauftragte Aloisia Pledl hat eine Informationsveranstaltung in Bischofsmais und Seniorenbeauftragte Martina Wudy in Regen, gemeinsam mit dem Agenda Arbeitskreis „Energie und Verkehr“, dem Landratsamt, und dem beauftragten Busunternehmen Oswald organisiert.

Foto: (c) Schlüter

Sie warben für den Rufbus in Regen: Johann Brunner (Landratsamt), Dr. Wolfgang Schlüter (Arbeitskreisleiter) , Martina Wudy (Seniorenbeauftragte – Regen) und Walter Oswald (Busunternehmer) (Foto: W. Schlüter)

Neue Rufbuslinien  erschließen mehr Mobilität für Senioren und Jugendliche
Informationsveranstaltungen in Bischofsmais und Regen

 

„Mit dem Rufbussystem hat der Landkreis ein modernes Verkehrssystem eingeführt, das vielen Bürger ermöglicht, von der Wohnung im Umkreis  von durchschnittlich 500m eine Haltestelle  zu erreichen“  sagt Dr. Schlüter, Leiter des Arbeitskreises Energie und Verkehr in seinem Referat.  Ein Blick in die Fahrpläne auf der Homepage zeigt, dass alleine 5 Rufbuslinien aus den Nachbargemeinden nach Regen bzw. von Regen in die Gemeinden führen. Die Linie 8207 verbindet Gemeindebereiche von Patersdorf, Zachenberg, Teisnach mit Regen. In diesem Sektor sind 31 Haltestellen eingerichtet. Die Linie 8208 umfasst 49 Haltestellen von Regen über Bischofsmais, Triefenried, March, Zachenberg, Ruhmannsfelden bis Gotteszell Bahnhof und die Linie 8209 von  Böbrach über Langdorf bis Regen insgesamt 37 Rufbushaltestellen. 50 Haltestellen gibt es auf der Linie 8211 durch die Kommunen Kirchberg, Bischofsmais und Regen und 42 Haltestellen auf der Linie 8212 von Kirchdorf über Rinchnach nach Regen. Den Fahrplänen entnimmt man zu welcher Zeit Rufbusse fahren. So gibt es je Fahrtrichtung von Montag bis Freitag in der Regel  vier Fahrten, samstags bzw. sonntags werden jeweils zwei bis drei angeboten. Die Fahrten sind so ausgelegt, dass Anschlüsse an die Bahn- und Busverbindungen gewährleistet sind.

Denkt man an die Erfahrungen mit einem klassischen Linienbus, so glaubt man zunächst nicht, dass ein Rufbussystem funktionieren kann. Der Rufbus – so wird erklärt – fährt nur auf Bestellung.  D.h. man muss bei der Rufbuszentrale (Tel.-Nr. 09921-9499964) mindestens eine Stunde vor Beginn der Fahrt anrufen und seine Fahrt buchen. Ausnahme – eine Fahrt vor 8:00 Uhr ist schon am Vortag bis 21:00 Uhr zu bestellen.  Bei der Buchung  gibt man seine Linie, z.B. 8208 an, nennt seine Einstiegshaltestelle, z.B. „Bischofsmais Burggrafenried Weg“ und seine Zielhaltestelle, z.B. „Regen Bahnhof“. Zudem  ist noch die Fahrt zu nennen, zur welcher Zeit man fahren möchte, z.B. „ Fahrt  002, ab 9:40 Uhr“. Alle notwendigen Angaben kann man sich aus den Fahrplanen, der derzeit leider nur online zur Verfügung stehen, bald aber auch in gedruckter Form erscheint, zusammenstellen. Um die gebuchte Fahrt zu bestätigen, benötigt die Rufbuszentrale noch die Rufnummer und den Nutzernamen. Man erfährt bereits schon bei der Bestellung, wann man an der gewünschten  Haltestelle abgeholt wird und wann man am Zielort ankommt. Änderungen von wenigen Minuten sind möglich, dann nämlich, wenn noch weitere Nutzer sich für diese Fahrt anmelden. Auch hierüber erhält der Fahrgast, eine Stunde vor Fahrtbeginn, einen Änderungshinweis.

Die Rufbuszentrale informiert ebenfalls eine Stunde vor Beginn der Fahrt das beauftragte Unternehmen und meldet diesem, welche Haltestellen zum Ein- und Ausstieg angefahren werden müssen. Mit einem Kleinbus fährt es auf direktem Weg die Haltestellen an, die gebucht wurden. Maximal können 8 Personen befördert werden. Der Fahrpreis richtet sich nach dem ÖPNV Tarif (RBO) und ist entfernungsabhängig. Bayerwald-, Bayern-Ticket, GUTi und weitere Tickets werden anerkannt. Der Bus fährt auch, wenn nur eine Person eine Fahrt anmeldet und auch dann, wenn sie nur eine kurze Strecke bucht. Gerade innerhalb von Regen ergeben sich viele Verbindungsmöglichkeiten. Fahrkarten können Sie beim Fahrer kaufen. Das Bayern-Ticket muss bereits vorher erworben werden, da dies im Rufbus nicht erhältlich ist.

„Mit dem Rufbussystem  nimmt der Landkreis  eine Vorreiterrolle in unserer Region ein “, betont Arbeitskreisleiter Schlüter nach seinen Ausführungen. Erfreulich ist – so bisherige Erfahrungen vieler Fahrgäste: einmal ausprobiert, es funktioniert – und die meisten wollen den Rufbus wieder nutzen.